4. LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

NISSAN AUCH IN MALAYSIA VORN

Starting Grid– Hasemi-GT-R siegt souverän im tropischen Sepang
– Pole-Mann Motoyama nach Start aus der Box chancenlos
– de Oliveira/Ara verteidigen Meisterschafts-Führung

Dritter Sieg für den Nissan GT-R im vierten Lauf zur japanischen Super-GT-Meisterschaft. Vor gut 30.000 Zuschauern auf dem malaysischen Grand Prix-Kurs von Sepang kamen Ronnie Quintarelli und Hironobu Yasuda im Hasemi-GT-R zu einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg und verwiesen gleich drei Honda NSX auf die nächsten Plätze. Trotz 62 Kilogramm Zusatzgewicht schafften Joao Paulo de Oliveira und Seji Ara im Kondo-GT-R den fünften Platz und bauten ihre Tabellenführung nach vier von neun Läufen um einen auf nunmehr zwei Punkte aus. Pech für den auf der Pole-Position stehenden Satoshi Motoyama: Wegen eines Getriebeproblems musste er dem Feld aus der Boxengasse nachjagen – am Ende blieben ihm und dem Franzosen Benoit Treluyer nur drei Zähler für einen achten Platz.

Start GT500Um der tropischen Hitze ein wenig zu entgehen, wurde das über 300 Kilometer gehende Rennen erst um 16 Uhr Ortszeit gestartet. Nach dem Malheur von Motoyama erbte Ronnie Quintarelli als Startfahrer im Hasemi-GT-R die Pole-Position und setzte sich nach Fallen der Flagge auch sofort an die Spitze. Auch dank eines sehr leichten Autos (nur acht Kilo Handikapgewicht) übergab er nach 30 Runden mit fünf Sekunden Vorsprung an seinen Teamkollegen Yasuda. Der Neuling im Nissan-Team trumpfte danach famos auf und legte bis zur 39. Runde 18 Sekunden zwischen sich und den zweitplatzierten Honda. Phasenweise lag der Japaner sogar 23 Sekunden in Front, ehe er zum Ende hin die Geschwindigkeit etwas zurücknahm.

#3 HASEMI TOMICA EBBRO GT-RFür den Italiener Quintarelli war es der zweite Sieg in der japanischen Super-GT-Serie nach dem siebten Lauf der Saison 2008 in Motegi. Nicht nur Yasuda, sondern auch Reifenhersteller Michelin feierte dagegen den ersten Triumph überhaupt bei einem Lauf zur japanischen Super-GT. „Am Anfang verloren die Reifen ein wenig an Grip, aber so etwa ab Runde 20 wurden sie wieder besser“, berichtete Quintarelli. „Insgesamt funktionierten die Michelin noch besser als erwartet und trugen entscheidend zur insgesamt fantastischen Teamleistung bei.“ Ein ebenfalls überglücklicher Yasuda nach dem Rennen: „Nach meinem schweren Unfall in Suzuka, bei dem unser GT-R fast vollständig zerstört wurde, hatte ich dem Team viel Zusatzarbeit eingebrockt. Ich hoffe, mich mit dem heutigen Sieg dafür revanchiert zu haben!“

#1 MOTUL AUTECH GT-RAls zweitbestes Nissan-Team liefen die Meisterschaftsleader de Oliveira/Ara auf Platz fünf ein. Auf Position drei liegend hatte der Brasilianer schon nach 20 Runden und damit relativ früh das Steuer des GT-R mit Seji Ara getauscht. Nach 36 Runden, als alle Teams ihren Pflichtstopp absolviert hatten, fuhr der Nissan mit Startnummer 24 dann an vierter Stelle. Wegen nachlassender Reifen verloren die Sieger der beiden letzten Sepang-Rennen dann jedoch noch eine weitere Position – stockten ihr Konto aber um wertvolle sechs Zähler auf.

#1 MOTUL AUTECH GT-RDer schnellste des Qualifiyings Motoyama brauchte nach dem Start aus der Box drei Runden, um sich durch das Feld der langsameren GT 300 nach vorne zu kämpfen. Danach betrug sein Rückstand auf die Spitze noch 55 Sekunden. Der Wechsel auf Benoit Treluyer ging nach 33 Runden über die Bühne. Der Franzose ging als Zehnter zurück ins Rennen, eroberte dann in Runde 38 zunächst Position neun, und in Runde 45 auch noch den achten Rang. Trotzdem war das Resultat mit am Ende noch 40 Sekunden Restrückstand eine Enttäuschung für das erfolgsverwöhnte NISMO-Werksteam. Schließlich bedeutete die 1.58,142-Minuten-Runde von Motoyama im Qualifying die bereits dritte Trainingsbestzeit infolge – und das trotz 40 Kilogramm Extra-Ballast als Folge des Sieges beim dritten Lauf in Fuji.

#24 HIS ADVAN KONDO GT-R Noch einen Platz vor dem roten Auto mit Nummer Eins jagte der private IMPUL-GT-R von Matsuda/Philippe über die Linie. Nach gutem Start hatte Tsugio Matsuda den blauen Nissan von Platz neun auf sieben vorgebracht. Sogar bis auf Position vier vorgespült, wechselte er nach 30 Runden an seinen französischen Kollegen. Leider drehte sich Sebastien zu Beginn der 32. Runde dann nach einer Kollision mit dem auf Platz fünf fahrenden Honda. Für die Aktion erhielt er von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe – was den Rückfall auf Platz sieben nach sich zog.

Fazit: Zwei Nissan im Glück – zwei im Pech. Am 26. Juli geht es mit dann neu gemischten Karten auf dem Kurs von Sugo in den fünften Lauf der Saison 2009.

ERGEBNIS
300 km von Sepang
Distanz: 54 Runden à 5,543 km = 299,268 km
Wetter: bedeckt, trocken, schwül, 32 Grad. Zuschauer: 30.586

1. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R 1:52.02,010 Std. MI
2. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX 11,494 Sek. zur. BS
3. Firman/Izawa Honda NSX 16,206 Sek. zur. BS
4. Ide/Hosokawa Honda NSX 34,789 Sek. zur. BS
5. de Oliveira/Ara Nissan GT-R 34,789 Sek. zur. YH
6. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430 35,115 Sek. zur. BS
7. Matsuda/Philippe Nissan GT-R 40,163 Sek. zur. BS
8. Motoyama/Treluyer Nissan GT-R 40,397 Sek. zur. BS
9. Ishiura/Oshima Lexus SC430 1.23,099 Min. zur. BS
10. Tachigawa/Lyons Lexus SC430 2.01,676 Min. zur. BS

Reifen: YH = Yokohama, BS = Bridgestone, DL = Dunlop, MI = Michelin

Meisterschaftsstand nach vier von neun Läufen:
1. de Oliveira/Ara Nissan GT-R 37 Punkte
2. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430 -2 Punkte
3. Firman/Izawa Honda NSX -4 Punkte
4. Tachigawa/Lyons Lexus SC430 -9 Punkte
5. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX -11 Punkte
6. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R -13 Punkte
7. Motoyama/Treluyer Nissan GT-R -14 Punkte
Matsuda/Philippe Nissan GT-R -14 Punkte
9. Michigami/Kogure Honda NSX -16 Punkte
10. Ito/Wirdheim Lexus SC430 -23 Punkte
Ishiura/Oshima Lexus SC430 -23 Punkte

Quelle: Nissan

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