3. LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

DER KNOTEN IST GEPLATZT

#1 MOTUL AUTECH GT-R– Amtierende Meister Motoyama/Treluyer landen ersten Saisonsieg
– Herzschlagfinale beim zweitlängsten Rennen des Jahres in Fuji
– de Oliveira/Ara führen mit einm Zähler Vorsprung die Punktetabelle

50.000 erwartungsfrohe Zuschauer rund um die Strecke am Fuße des Mount Fuji, ein ideal zur Golden Week-Ferienwoche passendes Frühlingswetter und das mit 400 Kilometern zweitlängste Rennen der Saison – was will der japanische Motorsport-Fan noch mehr? Dass nach fast zweieinhalb Stunden der dritte Lauf zur Super-GT-Serie mit einem Herzschlagfinale endete, war vor allem für die Nissan-Fans die Krönung eines phantastischen Rennwochenendes. Denn im Ziel hatten die amtierenden Meister Satoshi Motoyama und Benoit Treluyer mit 0,219 Sekunden Vorsprung das bessere Ende denkbar knapp für sich. Glitt ihnen beim zweiten Lauf in Suzuka der schon sicher geglaubte Sieg wegen stark abbauender Reifen noch kurz vor Schluss aus den Händen, reichte es diesmal zum ersten Saisonsieg. Damit zog Motoyama mit seinem elften Super GT-Triumph wieder mit Yuji Tachikawa (Lexus) gleich, der mit seinem Erfolg in Suzuka die Führung in der ewigen Bestenliste übernommen hatte. Für den Nissan GT-R war es der zweite Volltreffer der Saison.

Start GT500Nach dem Start setzte sich Motoyama von der Pole-Position aus sofort an die Spitze, die er jedoch zu Beginn der 9. Runde an den überraschend beherzt zu Werke gehenden Joao Paulo de Oliveira im privaten Kondo-GT-R abgeben musste. Bis zum ersten von zwei vorgeschriebenen Boxenstopps konnte der Brasilianer die Führung trotz eines mit 46 Kilo Zusatzgewicht gehandikapten GT-R halten. Nachdem alle Führenden abgefertigt waren, lag Wakisaka im Lexus vor den beiden Nissan, in denen nun Benoit Treluyer und Seija Ara am Steuer saßen. Rennentscheidend war dann die zweite Runde der Servicestopps: Nach 58 Runden kam zunächst Wakisaka, zwei Runden später Treluyer herein. Da die NISMO-Crew den GT-R zehn Sekunden schneller abfertigte als die TOM’S-Truppe ihren SC430, verschaffte sie Motoyama gut sechs Sekunden Vorsprung für die verbleibenden 28 Runden.

Dahinter konnte sich de Oliveira, der für den Schlussturn wieder von Ara übernommen hatte, lange den Honda NSX von Ralph Firman abwehren. Erst in der 69. von 88 Runden musste er zurückstecken, übernahm aber dank des vierten Platzes mit einem Punkt Vorsprung die Führung in der Meisterschaft.

Podest GT500Im Kampf um den Tagessieg wurde es aus Nissan-Sicht noch einmal ungewollt eng. Motoyama: „In der Schlussphase war unser GT-R ein wenig schneller als der Lexus von Lotterer. Dass es am Ende noch einmal so knapp wurde, lag an einigen Nachzüglern, die selbst in einen Kampf um Positionen verwickelt waren. Ich wollte da nicht mit der Brechstange durch, so kam Andre noch einmal auf 0,2 Sekunden heran.“ Umso größer die Erleichterung bei Nissan-Teamchef Yutaka Suzuki: „Aller guten Dinge sind Drei. Für uns hat die Saison heute begonnen!“

Während Motoyama/Treluyer mit ihrem ersten Sieg des Jahres 2009 zur großen Aufholjagd ansetzten, holten Ronnie Quintarelli und Hironobu Yasuda im Hasemi-GT-R mit Platz sieben die ersten (vier) Meisterschaftspunkte. Tsugio Matsuda und Sebastien Philippe im mit 38 Kilo Zusatzballast beaufschlagten IMPUL GT-R gerieten dagegen schon in der ersten Runde auf die Verliererstraße: Nach einer Kollision mit dem Firman-Honda musste Matsuda für umfangreiche Reparaturarbeiten die Box ansteuern. Zurück auf der Strecke hagelte es zunächst eine Durchfahrtsstrafe, später zerfetzten lose Karosserieteile einen Reifen, ehe nach 63 Runden Antriebsprobleme sogar das endgültige Aus bedeuteten.

Nächste Chance zur Wiedergutmachung ist am 21. Juni beim vierten Lauf der japanischen Super GT-Serie Serie in Sepang (Malaysia).

ERGEBNIS
400 km von Suzuka
Distanz: 88 Runden à 4,563 km = 401,544 km
Wetter: sonnig, trocken, 22 Grad. Zuschauer: 50.000

1. Motoyama/Treluyer Nissan GT-R

2:26.09,788 Std.

BS

2. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430

0,219 Sek. zur.

BS
3. Firman/Izawa Honda NSX

18,997 Sek. zur.

BS

4. de Oliveira/Ara Nissan GT-R

39,195 Sek. zur.

YH
5. Ishiura/Oshima Lexus SC430

45,975 Sek. zur.

BS
6. Ito/Wirdheim Honda NSX

47,407 Sek. zur.

BS

7. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R

1.13,285 Min. zur.

MI
8. Duval/Nakayama Honda NSX

1.13,515 Min. zur.

DL
9. Tachikawa/Lyons Lexus SC430

1.34,186 Min. zur.

BS

10. Couto/Hirate Lexus SC430

1.38,599 Min. zur.

DL

Reifen: YH = Yokohama, BS = Bridgestone, DL = Dunlop, MI = Michelin

Meisterschaftsstand nach drei von neun Läufen:

1. de Oliveira/Ara Nissan GT-R

31 Punkte

2. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430

– 1 Punkt

3. Tachigawa/Lyons Lexus SC430

– 4 Punkte

4. Firman/Izawa Honda NSX

– 9 Punkte

5. Michigami/Kogure Honda NSX

– 10 Punkte

6. Motoyama/Treluyer Nissan GT-R

– 11 Punkte

7. Matsuda/Philippe Nissan GT-R

– 12 Punkte

8. Ito/Wirdheim Lexus SC430

– 17 Punkte

9. Ishiura/Oshima Lexus SC430

– 19 Punkte

10. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX

– 20 Punkte

12. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R

– 27 Punkte

Quelle: Nissan

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