20 JAHRE RALLYE-SPORT MIT NISSAN

Rallye-Sport mit Nissan-FahrzeugenSeit 1992 sind Andreas Wulf und Anja Bork mit den unterschiedlichsten Nissan-Modellen im Motorsport aktiv und haben mit den Fahrzeugen beste Erfahrungen gemacht. Sicherlich wurden die Fahrzeuge besonders in der Sicherheitsausrüstung entsprechend präpariert. Überrollkäfig, 6-Punktgurte, Feuerlöschanlage, Spezialsitze u.ä. sind nun mal die Lebensversicherung für den Fall des Rallyeunfalls. Aber im großen und ganzen blieben die Fahrzeuge serienmäßig.

Angefangen hat es mit einem Nissan Terrano I, mit dem Andreas Wulf und Anja Bork zahlreiche Wüstenrallyes fuhren, München-Marrakesch über 8000 km, El Chott und sogar Weltcup Läufe wie die Baja Italia zählten dazu. Hier konnten sie sich erstmals mit Profis wie z.B. Ari Vatanen, Jutta Kleinschmidt und Piere Laetigue messen. Sicherlich gilt immer noch die Dakar Rallye zu der Mutter der Wüstenrallyes, aber auch Rallyes in Marokko, Tunesien und Libyen sind sehr anspruchsvoll.


Im Rennslalom und Rallyesprint setzten sie dann zuerst einen Nissan Micra ein und fuhren danach mit dem „Dampfhammer“ Nissan Sunny GTI-R zahlreiche Klassensiege ein.

Nach einer berufsbedingten Pause wurde mit dem Nissan-Händler Auto Hagen in Neustadt/Holstein ein Nissan Pickup D22 als FIA T2 Fahrzeug aufgebaut. Innerhalb von einem halben Jahr wurde mit dem gesamten Team um Auto Hagen ein Wettbewerbsfahrzeug auf die Räder gestellt, das dann 2004 bei der Baja Deutschland seine Feuertaufe feierte. Sie sind vom ersten Moment von dem Fahrzeug beeindruckt. Nach einigen Weiterentwicklungen ging es dann zum Testen 2005 nach Tunesien. Hier wurden im Rahmen der Rallye de Tunesie Erg Oriental das Fahrzeug auf Herz und Nieren unter Wüstenbedingungen getestet. Hier sind zum einen die Weichsand und Dünenetappen zu nennen aber auch die wesentlich höhere Umgebungstemperatur ist besonders für den Motor zu berücksichtigen.

2006, 2007 und 2008 nahmen Andreas Wulf und Anja Bork erneut an der Rallye de Tunesie Erg Oriental teil und erreichten u.a. den 3. Platz in der Klasse der seriennahen Fahrzeuge. Mit dem starken Drehmoment konnten sie immer das Tempo mit dem Spitzenfeld mitgehen.

Im März 2008 fuhren sie erstmals die Libya Rallye Raid, die über 5000 km quer durch die Libysche Wüste führte. Teilweise auf den Dakar Rallyestrecken aber auch im wesentlich schwereren Terrain schlug sich ihr Pick-Up hervorragend. Die Belohnung: Platz 3 in der verbesserten Fahrzeugklasse und Platz 5 im Gesamtklassement. Außerdem gewannen sie die Königsetappe durch das berüchtigte Ubari Dünengebirge. Hier mussten über ca. 200 km bis zu 600 m hohe Dünen bezwungen werden. Unter normalen Umständen benötigt man für diese Strecke 2 Tage, wir schafften es in 5 Stunden.

Vom 14. bis 27. März 2009 nahmen wir die Libya Rally Raid erneut in Angriff. Zwischenzeitlich wurde unser Pick-Up regelmäßig bei Auto Hagen in Neustadt auf Herz und Nieren überprüft und technisch weiterentwickelt. Besonders im Bereich des Fahrwerks wurden aus den Erfahrungen der letzten Rallyes immer wieder Modifizierungen vorgenommen. In Libyen zeichneten sich dann diese Verbesserungen sofort aus und wir konnten mit dem vorderen Rallyefeld gut mitfahren.

Die aller schwerste Marathonetappe in extrem schwierigen Dünen waren wir sogar zweitschnellstes Auto und konnten uns im vorderen Rallyefeld etablieren. Am Ende der Rallye hieß es dann Platz 2 in der Klasse, was für sie ein tolles Ergebnis war und auch in vielen Medien entsprechend Würdigung fand. Mittlerweile darf man sagen, dass der Schwierigkeitsgrad der Libya Rally Raid in Teilen mit der Dakarrallye vergleichbar ist.

Nach Routineschecks bei ihrem Nissan-Händler Markus Hagen ist das Fahrzeug nun fertig für den nächsten Rallyeeinsatz bei der Sahara Masters in Tunesien. Hier starteten sie am 09.10.2009. Über ca. 3000 km geht es wieder quer durch die Tunesische Sahara. Besonders zu erwähnen ist das Arrangement von Auto Hagen in Neustadt, die Andreas Wulf und Anja Bork immer wieder unterstützen und viel Zeit in den Pick-Up investieren, damit sie sicher durch die Wüste fahren können.

Fahrer:
Andreas Wulf
46 Jahre
Feuerwehrbeamter

Beifahrerin:
Anja Bork
40 Jahre
Kaufmännische Angestellte

Quelle: Andreas Wulf

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