1. LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT


NISSAN GT-R ALS REGENMEISTER

Oliveira/Ara Podium GT500– Souveräner Sieg in Okayama durch de Oliveira/Ara
– Erster Erfolg des KONDO Teams auf japanischem Boden
– Werks-GT-R von Motoyama/Treluyer nach Ausrutscher punktlos

Der Nissan GT-R bleibt das überlegene Auto der japanischen Super GT-Meisterschaft. Zum Auftakt der neuen Saison fuhren der Brasilianer Joao Paulo Lima de Oliveira und sein japanischer Partner Seiji Ara in Okayama zu einem souveränen Sieg. Auf nasser Strecke zogen sie besten Nutzen aus ihren im Regen überlegenen Yokohama-Reifen und lagen im Ziel über 20 Sekunden vor dem Zweitplatzierten. Für Teammanager Masahiko Kondo war es nach zwei Siegen in Sepang (Malaysia) der erste auf heimischem Terrain. Der amtierende Meister Nissan feierte dagegen schon den fünften Triumph infolge – seit dem sechsten Lauf der Saison 2008 lässt der Nissan GT-R der Konkurrenz von Honda und Lexus nun schon keine Chance mehr.

Trotz des ungemütlichen Wetters säumten 23.000 Fans den Kurs von Okayama. Aus Sicherheitsgründen führte ein Safety Car die 15 Starter der GT500-Klasse zunächst zwei Runden um die Strecke, ehe die Jagd beginnen konnte. Schon in der ersten Kurve schob sich der von Platz drei gestartete de Oliveira an die zweite Stelle hinter Pole-Mann Richard Lyons im Lexus. In Runde drei ließ er auch den ehemaligen Nissan-Fahrer hinter sich und fuhr in der Folge wie entfesselt. Nach 20 Runden hatte er zehn, nach 30 Runden schon 20 Sekunden Vorsprung herausgeholt. Als es wieder stärker zu regnen begann, fühlte sich der Südamerikaner noch wohler und fuhr bis zum Fahrerwechsel in Runde 52 ein 50-Sekunden-Polster heraus.
De Oliveira: „Die Abstimmung des Wagens war für diese Verhältnisse einfach ideal.“ Seiji Ara, Sieger der 24 Stunden von Le Mans 2004, ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. „Bei langsam abtrocknender Piste konzentrierte ich mich aufs Ankommen und die Sicherung des Sieges.“

Oliveira / Kondo / AraTeammanager Masahiko Kondo, im „Nebenberuf“ auch noch Sänger und Schauspieler, zeigte sich begeistert: „Über diesen ersten GT500-Erfolg des Teams in Japan freue ich mich natürlich ganz besonders. Yokohama hat heute eindrucksvoll seinen Ruf bestätigt, extrem gute Regenreifen zu bauen. Leider hatten wir nach dem Fahrerwechsel keinerlei Funkkontakt zu Ara, doch auch ohne Instruktionen von der Box fuhr er das Rennen sicher zu Ende. Unser Ziel war es, 2009 ein Rennen in der Heimat zu gewinnen – nun wollen wir versuchen, auch im Titelkampf ein Wörtchen mitzureden.“

#12 IMPUL CALSONIC GT-RAls zweitbestes Nissan-Team belegten Tsugio Matsuda und Sebastien Philippe im blauen IMPUL Calsonic-GT-R Platz vier – eine Position, die sie schon ab Runde neun innehatten. Wegen einer völlig beschlagenen Windschutzscheibe hatte der von Platz zehn losgefahrene Matsuda seinen Nissan schon nach 34 Runden – und damit weitaus früher als geplant – an Philippe übergeben.

#3 HASEMI TOMICA EBBRO GT-RVon den vier präsenten GT-R-Teams tat sich die HASEMI-Truppe am schwersten: Nur Platz zwölf nach dem Qualifying, Platz neun bis zehn in der Anfangsphase, früher Wechsel schon nach 30 Runden von Ronnie Quintarelli an Hironobu Yasuda, der in Okayama sein allererstes GT500-Rennen bestritt. Nach einer Reihe relativ schneller Runden zur Rennmitte drehte sich der Debütant dann in der 46. Runde von der Piste – Rückfall auf Platz zwölf mit drei Runden Rückstand.

Noch einen Platz weiter hinten fanden sich die amtierenden Meister Satoshi Motoyama und Benoit Treluyer im Werks-NISMO-GT-R wieder: Der Franzose krachte in der dritten Runde beim Anbremsen einer Kurve in den Lexus von Andre Lotterer und bekam von den Stewards eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Damit nicht genug, musste der GT-R mit Startnummer Eins wegen einer lockeren Haube und weiterer Karosserieschäden noch zweimal außerplanmäßig zur Box. „Ohne die Reparaturarbeiten wären wir wohl noch bis auf Platz vier vorgekommen“, haderte NISMO-Teamchef Yutaka Suzuki. „Nun setzen wir für das zweite Rennen in vier Wochen in Suzuka alles auf eine Karte.“

ERGEBNIS
300 km von Okayama
Distanz: 82 Runden à 3,703 km = 303,646 km, Wetter: Regen, Zuschauer: 23.000

1. de Oliveira/Ara Nissan GT-R

2:20.54, 071 Std.

YH
2. Michigami/Kogure Honda NSX

21,645 Sek. zur.

BS
3. Firman/Izawa Honda NSX

1.06,979 Min. zur.

BS
4. Matsuda/Philippe Nissan GT-R

1.32,431 Min. zur.

BS
5. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX

1 Rd. zur.

BS
6. Tachigawa/Lyons Lexus SC430

1 Rd. zur.

BS

7. Duval/Nakayama Honda NSX

1 Rd. zur.

BS
8. Ide/Hosokawa Honda NSX

1 Rd. zur.

DL
9. Ishiura/Oshima Lexus SC430

1 Rd. zur.

BS
10. Ito/Wirdheim Lexus SC430

2 Rd. zur.

BS
12. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R

3 Rd. zur.

MI

13. Motoyama/Treluyer Nissan GT-R

7 Rd. zur.

BS

Reifen: YH = Yokohama, BS = Bridgestone, DL = Dunlop, MI = Michelin

Meisterschaftsstand nach dem ersten Lauf:

1. de Oliveira/Ara Nissan GT-R

20 Punkte

2. Michigami/Kogure Honda NSX

– 5 Punkte

3. Firman/Izawa Honda NSX

– 9 Punkte

4. Matsuda/Philippe Nissan GT-R

– 12 Punkte

5. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX

– 14 Punkte

6. Tachigawa/Lyons Lexus SC430

– 15 Punkte

7. Duval/Nakayama Honda NSX

– 16 Punkte

8. Ide/Hosokawa Honda NSX

– 17 Punkte

9. Ishiura/Oshima Lexus SC430

– 18 Punkte

10. Ito/Wirdheim Lexus SC430

– 19 Punkte

Quelle: Nissan

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